Städtereisen

Wien - Kultur und Kulinarisches

Die Wahl unserer "Reisehauptstadt 2015" ist diesmal auf Wien gefallen. Durch optimale Auswahl der Flugzeiten standen uns fast volle 4 Tage zur Verfügung. Nur reichen leider auch 4 Tage bei Weitem nicht aus, Wien vollständig kennenzulernen. Unser Ziel war, einen Überblick über die gesamte Stadt zu erhalten, ohne die Museen zu besichtigen. So werden in diesem Artikel auch keine Detailinformationen über bestimmte Sehenswürdigkeiten zu finden sein...

Die  Auswahl unseres Hotel viel auf das Marriott Hotel am Rande des Stadtzentrums. Sicherlich besteht die Möglichkeit deutlich kostengünstigere Unterkünfte, vor allem in den Randgebieten von Wien, zu finden. Wir hatten das Glück für das Wochenende ein Sonderangebots des Hotel zu ergattern. So hatten wir für Wiener Verhältnisse Zimmer zu vertretbarem Preisen bekommen haben. Das Hotel hatte den unschlagbaren Vorteil einer hervorragender Lage, mit extrem kurzen Wege zu den wichtigsten touristischen Höhepunkten der Stadt. So sind wir nicht unbedingt von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig gewesen und konnten viele Ziele problemlos per Fuss erreichen.

 

Kultur 

Kirchliche Stätten sind in Wien in einer hohen Dichte vorhanden. Viele, auch kleinere Kirchen, haben  auch einen hohen geschichtlichen Wert, z.B. Hochzeit von "Sissi und Franz" in einer verhältnismäßig kleinen Franziskaner Kirche. Eine Vollständigkeit der Beschreibung und Aufzählung aller Kirchen und Dome wird an dieser Stelle nicht möglich sein. In Vertretung der vielen anderen Gotteshäuser und Wahrzeichen Wiens, wie z. B. die Karlskirche, ist hier der besuchte Stephansdom erwähnt. 

 

Stephansdom

Ein sehr zentral gelegene Sehenswürdigkeit ist der Stephansdom. Auf dem Platz rund um den Stephansdom herum liegen sehr viele kleine Läden, Cafés und Restaurant. Wer Interesse hat, findet hier einen Sammelpunkt der Fiaker und kann sich in der Kutsche einen Überblick über Wien verschaffen.

Wir haben uns bei einer Führung die Katakomben unter dem Stephansdom angesehen und wir können diese Führung nur empfehlen. Unser Führer konnte sehr eindrucksvoll zeigen, wie die Katakomben als Begräbnisstätte, vor allem während der Pest, genutzt wurde. In vielen Räumen konnte man noch sehen, wie zehntausende Tote (oder zumindest deren Überreste) aus Platzmangel gestapelt wurden. Im Gegensatz dazu wurden auch die in Särgen und in Urnen mit Alkohol konservierten Überreste ehemaliger Herrscher und Geistliche in großen Gruften aufgebahrt.

 

Hofburg

Ein weitere zentraler Anlaufpunkt für Wiener Sehenswürdigkeiten ist die Wiener Hofburg. Neben einer Reihe von Ausstellungen ist auch die Österreichische Nationalbibliothek zu besichtigen. In der Hofburg sind vor allem für die "Sissi"-Liebhaber das entsprechende Museum zu finden, wobei uns dies erspart geblieben ist ;-) Man kann dort aber auch einen Blick auf die berühmte Lipizzaner Zucht werfen und mit viel Glück  den Übungen der Pferde beiwohnen. Wer dann noch nicht genug von Pferden hat, kann sich mit einem der vielen Fiaker vor der Hofburg wie Sissi fühlen...


 

Belvedere

Im Südöstlichen Stadtgebiet von Wien liegt das Schloss Belvedere. Wie viele Sehenswürdigkeiten in Wien ist auch das Schloss Belvedere voll von geschichtlichen Zeugnissen. Details zum Schloß sind in Wikipedia zu finden. Uns hat besonders das Schloß mit seinem sehr großen, stufenartig angelegten Park und den wunderschönen Springbrunnen beeindruckt. Am oberen Belvedere lädt der Park zum Verweilen ein und man kann die tollen Aussicht auf Wien genießen. 

 

Wie erwartet haben wir in 4 Tagen nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten und der Kultur von Wien kennengelernt. Wien bietet soviel "alte" Kultur, hat aber auch eine sehr aktive aktuelle Kulturszene, die augenscheinlich in den vielen Gallerien zukünftiger Künstler im gesamten Stadtgebiet sichtbar wird. Wir haben in unseren Streifzügen durch die Stadt viele Eindrücke sammeln können, vom Rathaus, Staatsober, Alpretina oder vom Regierungsviertel. Es ist sehr zu empfehlen, vor einem Besuch Wiens die für sich wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu planen. 

 

 

 

Kulinarisches

Wien galt im Römischen Reich als "Wirtshaus Roms". Diese spiegelt sich noch heute in der kulinarischen Vielfalt Wiens wieder.  Die Dichte von bekannten Restaurants, Beisls (Wiener Art eines Pubs) und Cafés ist unglaublich. Wir haben in den wenigen Tagen versucht, die wichtigsten kulinarischen Angebote Wiens zu probieren. Das war teilweise anstrengender, als die kulturellen Herausforderungen der Stadt. Wien lockt mit vielen Köstlichkeiten, sowohl süß, als auch herzhaft.

 

Wir starteten mit einem Besuch des Restaurants "Zu den 3 Hacken". Das kleine, ruhig gelegene Restaurant bietet sehr gute klassische Wiener Küche und eine sehr große und ausgezeichnete Weinkarte an. Hier haben wir unsere erste Erfahrungen mit der Wiener Karte gemacht, bzw. der Wienert Art Speisen zu bezeichnen. (Beispiel "Mohr im Hemd").

Viele Restaurants in Wien leben von und für Touristen. Ein typischer Vertreter ist der "Figlemüller" mit seinem hohen Bekanntheitsgrad für "Wiener Schnitzel". Dass das verkaufte Schnitzel aus Schwein, Wiener Schnitzel eigentlich aus Kalb ist, spielt dann vielleicht nur eine untergeordnete Rolle...

Im Stadtbezirk "Spittelberg" liegt das "Centimeter". Ein rustikal ausgestattete Restaurant mit vertretbaren Kosten und sehr netter Bedienung. Einige Gerichte sind, der Name des Restaurant deutet es schon an, in Längeneinheiten bestellbar. Die Gerichte sind wie das Restaurant rustikal und überwiegend klassische Hausmannskost, aber geschmacklich sehr gut.

Der Tafelspitz ist einer der bekannteren Wiener Gerichte. Im "Plachuta" hat sich der gleichnamige Sternekoch diesem Gericht angenommen. Die Gerichte (nicht nur der Tafelspitz) haben eine ausgezeichnete Qualität und schmecken ausgesprochen lecker, auch wenn die Gerichte nicht gerade günstig sind.

Die kleinen Kneipen in Wien, die Beisl, haben uns an unsere Studentenzeit erinnert. Ein netter Vertreter ist, das durch Zufall gefundene "Volcano". Die Auswahl des Essens ist sehr eingeschränkt, und oft Hausmannskost. Wegen Essen geht man meistens auch nicht in eine Beisl, wohl eher um in Ruhe ein Bier oder einen Sturm zu genießen und den Tag in netter Gesellschaft zu beenden.

Während der Wanderung in den Weinbergen in der Nähe von Heiligenstadt, sind wir nach eigenen Aussagen, auf das älteste Wirtshaus Wien, dem "Pfarrwirt" gestoßen. Das Restaurant bietet sehr klassische und gehobene Wiener Küche. Im Sommer kann man die herrliche Lage in den Weinbergen mit Weinen der Region in dem zugehörigen Biergarten genießen.

 

An unserem letzten Tagen haben wir noch zwei klassische Wiener Cafés besucht Zum einen der "Bräunerhof", der trotz seiner zentralen Lage augenscheinlich nur von wenigen Touristen besucht wird. Aus unserer Sicht eines der wenigen noch "typischen" Wiener Cafés mit leckerer Melange, ausgezeichnetem Backwerk und sehr geschichtsträchtigen Gäste. Er ist eine absolute Empfehlung bei einem Besuch Wiens, ebenso wie das "Hawelka". Es ist sehr gemütliches kleines Café, sehr gut besucht und bekannt als Treff Wiener Künstler. Die Empfehlung eines Bekannten, unbedingt im "Hawelka" ab 23 Uhr frische Puchteln zu probieren, war uns leider nicht vergönnt. Der Apfelstrudel ist auf jeden Fall auch sehr zu empfehlen.

Am Ende mussten wir dann doch noch dem "Hotel Sacher" einen Besuch abstatten. Wir konnten nicht der Versuchung widerstehen und nahmen eine kleine Sacher-Torte (wirklich die kleinste erhältliche) als Geschenk mit nach Hause. Ob der Geschmack der Torte den Preis rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden. Uns haben die frisch zubereiteten Apfelstrudeln und Käsetöpfe der kleinen Cafés geschmacklich mehr zugesagt... 

 

Sonstiges

Was ist uns sonst noch ganz besonders in den Tagen in Wien aufgefallen? 

Mehr durch Zufall haben wir ein Geschäft einer Kaffeerösterei gefunden. Aus den vielen Kaffeeorten hatten wir uns 2 ausgesucht und konnten uns so jeden Morgen noch Lange ein klein wenig an Wien erinnern. 

Naschmarkt - eine Aneinanderreihung vieler touristenorientierter Restaurants mit viel Standard-Essen. Nach Durchkämpfen durch Unmengen von Touristenmengen haben wir nach der Hälfte des Naschmarkts diesen verlassen. Wir konnten in der Zeit nicht wirklich etwas Besondere am Naschmarkt erkennen.

Natürlich haben wir uns einen Vormittag Zeit genommen den Prater zu besuchen. Die Fahrgeschäfte sind sehr vielfältig und können auch am Vormittag viel Spaß bereiten. Wir haben uns das über 100 Jahre alte Riesenrad angeschaut und sind natürlich auch damit gefahren.

 

Weiter oben haben wir die Pferdekutschen, die Fiaker, schon erwähnt. Die Kutschen sind sehr vielfältig und alle romantischen Vorstellung können erfüllt werden. Unser Kutscher war sehr nett und hat uns noch eine Reihe von Tipps gegeben. Die Fiaker am Stephansdom und bei der Hofburg gehören großen Gesellschaften. Vorteilhaft ist, dass die Touristen mit festen Preisen rechnen können und keine Probleme mit unlauteren Anbietern haben.

 

Wem jetzt der ganze Trubel einer europäischen Großstadt und die Kultur zu viel wird, kann nach wenigen Minuten Fahrzeit mit den öffentlichen Nahverkehr, wunderschöne Wanderwege in den Weinbergen um Wien entdecken. Einige Winzer bieten auch direkten Verkauf von Sturm oder Weine von ihren Weinbergen in der Nähe der Wanderwege an. 


 

Wien ist eine tolle Erfahrung und aus unserer Sicht eine der schönsten europäischen Hauptstädte und immer einen Besuch wert. Man sollte sich nur nicht zu wenig Zeit für einen Besuch einplanen.

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