Azoren

 

Azoren - Juli 2016

Azoren, die westlichste Enklave Europas ist unser Urlaubsziel in diesem Jahr gewesen. Ausgestattet mit Wanderausrüstung wollten wir erstmal vier Inseln der Azoren besuchen, um einen möglichst umfassenden Überblick über die größten Inseln der Inselgruppe zu erhalten. Mit der Fluglinie TAP Portugal haben wir über Lissabon die erste und größte Insel Sao Miguel angeflogen.

 

 

Sao Miguel

Sehenswürdigkeiten

Wanderungen

Aktivitäten

Flores

Sehenswürdigkeiten

Wanderungen

Pico

Wanderungen

Fajal

Sehenswürdigkeiten

Wanderungen

Aktivitäten

 

Sao Miguel 

 

Die größte Insel der Azoren ist Sao Miguel. Bedingt durch ihre Größe ist sie die mit der größten Bevölkerungsanzahl. Für uns war sie der ideale Startpunkt für eine traumhafte Azoren-Rundreise ...

Sehenswürdigkeiten

Cah Gorreana

Früher waren auf den Azoren 14 Tee Anbauzentren über die gesamte Inselgruppe verteilt. Heute sind davon lediglich 2 übrig geblieben, die aber die Einzigen in Europa sind. Wir haben die  „Cah Gorreana“ besucht. Sie liegt in der Nähe von Riberinha im Norden der Insel. In den Ausstellungsräumen kann man einen Eindruck gewinnen, wie noch vor gar nicht so langer Zeit Tee produziert wurde. In den Räumen sind noch zwei alte Maschinen aus England zu bewundern. An der Teeplantage ist ein Wanderweg quer durch die Teeplantage auf den Gipfel des nahe gelegenen Pico Moniz ausgeschildert. Der Wanderweg umfass rund 6 Kilometer Länge und rund 200 Höhenmeter. Mit 3 Stunden bei rund 30 Grad war dies unsere erste schweißtreibende Wanderung. Als Belohnung wartete ein traumhafter Blick auf die Tee-Plantage und Sao Bras auf uns.

Lago de Fogo

Auf dem Heimweg vom Besuch der Cah Gorreana haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Lago de Fogo unternommen. Von der Strasse aus hat man mehrere Möglichkeiten auf einen traumhaften Blick quer über den See zu werfen. Bei genügend Zeit besteht die Möglichkeit hinunter zum See zu wandern. Die Anstrengungen werden mit einen wundervollen Strand und glasklaren Wasser belohnt, der bedingt durch den mühsamen Weg fast menschenleer ist.

Caldeira Velha

In den Bergen findet man viele Caldera’s. Die sind Thermal-Wasserwannen und sehr beliebt sowohl von Touristen, wie auch von Einheimischen. Die Caldeira Velha besteht aus 2 Thermalwannen. Die untere ist die Wärmste mit etwa 30 Grad. Die obere wird von einem Wasserfall gespeist und ist deswegen mit 26 etwa „kälter“. Es stehen sanitäre Anlagen, Duschen und Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung. So war es einfach möglich, die Anstrengung der vorhergehenden Wanderung vergessen zu machen.

Gruta do Carvao

Die Lavahöhlen in der Nähe von Porta Delgado kann man 5 Mal am Tag mit einer englisch- und portugiesisch sprechenden Führung besuchen. Von der ingesamt 800 Meter langen Höhle kann man in der „einfachen“ Führung für Familien rund 200 Meter besichtigen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in einer sehr kleinen Gruppe bis maximal 4 Personen eine 3 Stündige Advendure-Tour die die gesamte Höhle mit entsprechender Ausrüstung zu entdecken. Auch die kurze Strecke vermittelt, auch durch die schöne Erklärungen durch die Führung, die Macht der Lava und vermittelt zumindest rudimentär wichtige Erkenntnisse zu den 6 Vulkanausbrüchen, die jeweils Ihre Lava durch diese Röhren schickten. 

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Wanderungen

Faja Rocha Reiva

Ein einfacher Wanderweg in der Nähe von Porta Delgado führt in Serpentinen den Klippen hinab zu einen kleinen Dorf. Nach 2 Stunden Wanderung endlang wunderschöner Steilhänge und einer atemberaubender Aussicht auf den Atlantik haben wir die Gärten in den Hängen und die wenigen Häuser erreicht. Viele der Häuser sind zwar renoviert, aber man sieht, dass der Eselweg die einzige Verbindung zur Auswellt darstellt. Selbst mit dem Handy ist man am gefühlten Ende der Welt nicht mehr erreichbar.

Furnas

Die Thermalquellen in Furnas sind unser Startpunkt für eine Wanderung hoch zum „Pico do Ferro“. Die als leicht eingestufte Wanderung bezog sich sicherlich auf die sehr gut ausgebaute Wanderroute. Die Wanderung an sich startete mit einen steilen Anstieg direkt hoch zum höchsten Punkt mit ca. 250 Höhenmeter. Nach dieser ersten wirklichen Herausforderung erhielten wir am „Pico do Ferro“ einen unglaublich schönen Blick über den gesamten Furnas-See und den einschließenden Kraterrand. Die weiterführende Wanderung führte um einen Teil des Krater oberhalb des Sees und Endete direkt an den heißen Quellen. Mit rund 7 Kilometer Länge ist die Wanderung auch für Kinder gut zu bewältigen gewesen. Der Wanderweg führt durch schattige, unberührte tropische Wälder und bietet wunderschönen Aussichten sowohl zum See, aber auch zu Landschaften auf der anderen Seite des Kraters. Die Wanderung ist sehr zu empfehlen.

Sete Cidades

Auf den meisten Postkarten zu den Azoren sind die beiden Seen von Sete Cidades abgebildet. Wir haben unserer Wanderung genau auf dem Ausblick gestartet, von dem die Postkartenbilder geschossen werden. Der Anblick ist, auch bei bewölktem Himmel, ein unglaublich. Der Kontrast der beiden unterschiedlichen Seen, blau und grün, ist beeindruckend.

Von dem Ausblick startend, sind wir den westlichen Wanderweg entlang dem Kraterrand gefolgt. Nach etwa einem Drittel des gesamten Kraterumfangs sind wir entlang des kleineren Kraters „Caldeira do Alferes“ hinunter zum Dorf Sete Cidades hinabgestiegen. Nach einer Pause sind wir auf der östlichen Seite des Tales hin zum „Lagoa de Santiago“ wieder auf den Kraterrand zum Parkplatz aufgestiegen. Mit insgesamt fast 17 Kilometer Gesamtlänge und 400 Höhenmeter war dieser Wanderung die längste auf Sao Miguel, aber auch eine der schönsten und sehenswertesten der gesamten Reise.

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Aktivitäten

Wale Watching

Azoren haben bis 1987 hauptsächlich vom Walfang gelebt. Mit dem Verbot des Walfangs mussten die lokalen Fischer gezwungenermaßen andere Verdienstmöglichkeiten finden. Mit dem Wale Watching haben sie eine deutlich tierschonender Weise gefunden. Wir nutzten das Angebot und haben aufregende 3 Stunden erlebt. Ohne Probleme haben wir 2 Finnwale, einen SEAWALE und einen sehr großen Schwarm Delphinen gesichtet. Nebenbei haben noch mehrere „Portugiesische Galeeren“ unseren Weg gekreuzt. Am Ende haben wir neben einem tollem Erlebnis mit den Fischen auch gelernt, dass man niemals, wirklich niemals ohne Kopfbedeckung mehrere Stunden auf dem Meer zubringen sollte… 

Kanufahrten

Wie auch das „Whale Watching“  haben wir von Deutschland aus eine Kanu-Tour auf dem Furnas-See bei einer lokalen Agentur gebucht. Die Organisation hat auch bei der Kanu-Tour problemlos funktioniert. Die Tour an sich führte einmal rund um den Furnas-See und war für unerfahrene Kanu-Fahrer gut zu absolvieren. Der Furnas-See bedeckt einen der Vulkangrader der Azoren und der Grader bildet ein imposanten Rahmen um den See.

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Flores

 

Die westlichste Insel der Azoren, Flores, ist auch der westlichste Punkt Europas. Sie gilt als eine der ursprünglichsten Inseln und durch die westlichere Lage im Gegensatz der anderen Inseln der Azoren-Gruppe als eine der rauesten. Flores bietet aber auch auf dem engen Raum viele Unterschiedliche landschaftliche Reize. Von den vielen Kraterseen im Süden und Westen, den höchsten und etwas kargen Berg der Insel den „Morro Alto“. Im Westen der Insel sind viele Wasserfälle zu finden, die uns teilweise an „LaReunion“ erinnert haben. Faja Grande ist ein sehr schönes kleines Dorf im Westen der Insel. Neben der Möglichkeit im Meer zu Baden, liegt das Dorf am Fusse der Berge mit zwei großen Wasserfällen. Einer der Wasserfälle (insgesamt 90 Meter Falltiefe) bildet eine kleine Wanne in der die Möglichkeit zu Baden. Das Wasser ist sehr erfrischend und es ist ein Traum unter einem 90 Meter Wasserfall zu stehen bzw. zu schwimmen.

Die Insel als solche ist nur wenige Kilometer lang und breit. Wir haben jeweils maximal 30 Minuten benötigt, sie West/Ost oder Nord/Süd zu überqueren. Das Leben spielt sich in wenigen Dörfern entlang der Küste ab. Die größten sind Santa Cruz und Lajes. aber auch diese größten Städte der Insel sind von Ihrer Einwohnerzahl und Ausdehnung nicht mit den Städten der größeren Inseln vergleichbar. Im Vergleich zu Sao Miguel vermittelt Flores einen deutlich ursprünglicheren Charakter. Die  unterschiedlichen Landschaften und Gegensätze, wie Hochebene, Wasserfälle, Kraterlandschaften und die hauptsächlich bwohnten Küstenbereiche unterstreichen diesen Eindruck.

Sehenswürdigkeiten

Walmuseum, und -beobachtungsturm

Wie auch auf den anderen Inseln ist die Vergangenheit der Azoren als ehemalige Walfangregion immer präsent. In Lajos de Pico haben wir am Hafen ein Museum für den Walfang besichtigt. Das Museum versucht den Geschehnissen ein Gesicht zugeben, in dem die die Bilder und Lebensgeschichten einiger Walfänger darstellt. In einem rund 15 minütigen Film wird gezeigt, wie ein normaler Tag eines Walfängers abläuft und wie blutig der Walfang war. Das anschließende Museum zeigt ein Fischerboot, ein so genannte canoas, wie es auf der Insel für den Walfang benutzt wurde. Darüber hinaus werden noch einige Gegenstände, wie Bilder, Brieföffner oder Figuren, ausgestellt, die aus den Walen hergestellt wurden. Der Besuch hat bei uns einen gemischten Eindruck und Gefühle hinterlassen. Einerseits hat man die Abhängigkeit der Menschen auf den Inseln vom Walfang gut nachvollziehen können. Andererseits wird aber auch deutlich, wie grausam und unnötig der Walfang in einer modernen Welt ist.

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Wanderungen

Lajedo

In Lajedo startet eine relativ kurze Wanderung die „Faja de Lopo Vaz“. Sie führt an den Klippen entlang hinab zu zwei Stränden, die nur über den Wanderweg oder über das Meer erreichbar ist. Der Wanderweg wird mit mittlerer Schwierigkeit angegeben. Insgesamt umfasst der Weg rund 5 Kilometer und rund 240 Höhenmeter. Der Weg ist gut ausgebaut und viele steile Bereiche sind mit Steintreppen gut ausgebaut, ist aber teilweise sehr steil. Am Ufer befinden sich einige kleine Häuser, meist Ferienunterkünfte und, bedingt durch das sehr warme Mikroklima, werden einige Südfrüchte angebaut. Die beiden Strände sind teilweise mit schwarzem Sand, aber hauptsächlich mit großen Steinen bedeckt. Der Strand ist eine wirkliche Sehenswürdigkeit der Insel und ist für einen Besuch der Insel unbedingt zu empfehlen.

 

Pico

 

Nach der Überfahrt von Horta (Insel Fajas) nach Magdalena auf Pico konnten wir schon im Hafen ein sehr viel größeres „Gewimmel“ an Menschen, wie bei den kleineren Inseln, erleben. Der erste Eindruck ist ausgesprochen positiv gewesen. Wie alle Inseln der Azoren, hat auch Pico ein eigenes Gesicht und Besonderheiten, die sie von den anderen Inseln unterscheidet. Da man mit der Fähre in Magdalena landet, befindet man sich gleich im Weinanbaugebiet der Azoren. Gerade um Magdalena herum, prägen die Weinreben, mit schwarzen Basalt-Mauern umgeben, das Landschaftsbild. Im Gegensatz zu Flores vermittelt die Insel Pico ein deutlich offeneres und moderneres Bild der Azoren. Mit dem höchsten Berg der Portugiesen, den Pico, im Hintergrund Magdalenas bietet sich ein traumhaftes Bild für Touristen.

Wanderungen

Wanderung zum Pico

Die Besteigung des größten Bergs Portugals, der Pico, stand als Höhepunkt der Reise auf dem Programm. Die Wanderung startet auf eine Höhe von rund 1000 Meter. Jeder Wanderer muss sich vor Betreten des Wanderweges anmelden und registriert. Man erhält eine GPS-Gerät und ein Telefon, mit dem die Bewegungen der Wandergruppen von der Basisstation aus nachverfolgt werden kann. Zusätzlich wird eine geplante Ankunftszeit festgehalten, sodass bei größeren Abweichungen aktiv von der Basisstation aus die Wanderer angerufen und ggf. Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Der Wanderweg als solcher ist zwar nur 6 Kilometer lang, ist aber sehr anstrengend, da der gesamte Weg nicht ausgebaut ist und praktisch vollständig kletternd zurückgelegt wird. Kurz vor dem Gipfel befindet sich eine Plattform auf dem Kamm des Kraters. Auf diesem hinterlassen die Wanderer ihr Gepäck und Stöcke um die letzten 100 Höhenmeter die Hände frei für den letzten und schwierigsten Aufstieg zu haben. 

Nach dem genauso schweren Abstieg war dann ein Tag Pause dringend notwendig.

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Fajal

 

Fatal ist die letzte Insel unserer Rundreise. Sie ist nur eine 30 minütigen Fahrt mit der Fähre entfernt von der Insel Pico. Sie ist deutlich kleiner als das wesentlich größere Pico, beherbegt aber die Verwaltung über beide Inseln. Der Mittelpunkt der Insel ist Horta im Osten der Insel. Alle Dörfer, die wie bei allen anderen Inseln fast ausschließlich am Rand der Felsenklippen am Meer gebaut sind, sind sehr klein. Auffällig ist, dass fast alle Wegweiser zum Zentrum nach Horta verweisen, was Aussage genug ist.

Sehenswürdigkeiten

Horta

Horta an sich ist eine eine der belebtesten Städte der Inselgruppe. Bekannt ist die Stadt durch ihren Hafen, der für die Weltumsegler die letzte Anlaufstelle vor der Atlantiküberquerung ist. Alle Schiffe, die den Hafen anlaufen verewigen sich an der Kaimauer. In allen Reiseführern wird auch das Café „Peter Sport Café“ als urige Hafenkneipe beworben. In der Vergangenheit war sie die erste Anlaufstelle für die Besatzungen der Schiffe und ist auch heutige noch für viele „normale“ Touristen eine wirklich tolle Hafenkneipe mit vielen Erinnerungen an alte und neue Seefahrergeschichten…

Walfangfabrik

Nach dem Besuch des Walfangmuseums auf Sao Miguel haben wir uns noch ein Wahlfangmuseum auf Fatal angesehen. Im Gegensatz zu dem anderen Museum auf Sao Miguel wurde der Schwerpunkt der Ausstellung die ursprüngliche Fabrik erhalten. So konnte die Beschwerlichkeit der Arbeit der Insulaner gut für die Besucher gezeigt werden. Die Technik aus dem Zeitalter der Dampfmaschine war auch nur zum Teil eine wirkliche Arbeitserleichterung für die schwere Arbeit. Die Fabrik liegt in der Bucht von Porto Pim. Wo heute ein traumhafter Badestrand liegt mit hellen Sand, war zu Zeiten des Walfangs eine blutgetränkte Bucht, in der die Haie um die Reste der Wale kämpften. Hier wird nur zu deutlich, warum der Walfang verboten  und wie grausam mit den Tieren umgegangen wurde und in vielen Ländern heute noch wird. 

Aquarium 

Im Anschluss an unsere Glasbodenfahrt (siehe weiter unten) haben wir neben dem Walfangmuseum auch das naheliegende Aquarium uns angesehen. Man kann dort die Fische der Region bewundern. Neben dem "Aufschlauen" von Touristen arbeiten die Betreiber des Aquariums mit lokalen Universäten zum Thema Umweld und Meeresschutz zusammen. Sie vertreiben an Aquarien weltweit Aufzuchten und regulierte Fängen von Meeresfischen. 

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Wanderungen

Caplinhos

Der Vulkankrater Caplinhos hat einen Durchmesser von rund 2 Kilometer und im Gegensatz zu den anderen der Insel, zerteilt kein Tal den Krater durch den Lava abgeflossen ist. So ist es möglich, den gesamten Krater auf dem Kamm zu umwandern. Was wir natürlich uns nicht entgehen lassen konnten. In einem sehr einfachen zu umlaufender Rundweg von rund 8 Kilometern führt der Weg herum und beim Umlaufen werden lediglich 100 Höhenmeter zurückgelegt. Bei, leider nicht so häufig auftretenden wolkenlosen Wetter, hat man die Möglichkeit beim Umlaufen die gesamte Insel in ihren Umfängen zu sehen und einen atemberaubenden Blick auf die Insel Pico mit dem gleichnamigen Berg zu werfen.

Ponta dos Capelinhos 

Durch eine Vulkanausbruch in den 1950er Jahren hat der Capalinhos viele Millionen Tonnen Asche und Gestein auf den Westteil der Insel regnen lassen. Dadurch wurde neues Land geschaffen, welches sich aber auch 60 Jahre nach dem Vulkanausbruch immer noch vom Rest der Insel abhebt. Durch die graue Asche ähnelt die Gegend mehr einer Mondlandschaft, wie eine immergrüne Insel der Azoren. Durch das Blau des Meeres und dem Grün der restlichen Insel bildet die graue Landschaft einen beeindruckenden Gegensatz. Wer mehr über den Vulkanausbruch und dessen Folgen wissen möchte, kann in dem dafür neu erreichteten Museum in Mitten der grauen Landschaft alle Informationen erhalten.

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Aktivitäten und Strände

Strände auf Fajal

Neben einer Vielzahl von idyllischen Badebuchten findet man auf Fajal zwei große Badestrände, Praja do Almoxarif und Porto Pim. 

Nach Aussage der Azoreaner ist der Praja do Almoxarife der berühmteste Strand der Azoren. Im Verhältnis zu den anderen Stränden der Inselgruppe besteht er aus schwarzen Sand, welcher mit viele größeren Steinen durchsetzt ist. Wie viele andere Strände ist er sehr gepflegt und ist mit allen notwendigen ausgestatten, angefangen mit Duschen, Umkleidekabinen bis zur Bewachung durch Rettungsschwimmern.

Uns persönlich hat der Strand rund um Porto Pim mehr zugesagt. Bedingt duch den früheren Walfang und der am Rand des Strandes liegenden Walfangfabrik wurde der Strand mit weißem, sehr feinem Sand aufgeschüttet. Der Strand als solcher ist deutlich weitläufiger als bei Praja do Almoxarif, ist aber ähnlich gut mit Infrastruktur ausgestattet. Etwas nachteililg ist beim Baden die hohe Anzahl von Feuerquallen und Stachelrochen gewesen. Letztere werden durch den weichen Sand angelockt und können böse Verletzungen bei den Badegästen verursachen

Fahrt mit dem Glasbodenboot

Wir haben das Angebot eines lokalen Anbieters angenommen und eine Fahrt mit dem Glasbodenboot gebucht. Nach einer kurzen Fahrt zwischen Hafen und Porto Pim haben wir gute Erklärungen zu den Fischen, aber auch zu geologischen Gebilden unter Wasser durch unsere Begleiter erhalten. Die durch Lava und Asche geformten Gebilde unter dem Wasser sind beeindruckend und Ersetzen die, im Vergleich zu anderen Regionen die nicht so farbenprächtige Fischwelt. Die Bootmannschaft ist noch in eine der vielen Meeresgrotten mit den Schiff eingefahren. So haben wir die Möglichkeit gehabt, die beeindruckenden Steingebilde und -formen an der Decke und der Wände der Höle zu bewundern. Zum Abschluss hätten wir noch die Gelegenheit gehabt eine Runde zu Schnorcheln, was aber leider durch die Anwesenheit der Feuerquallen nicht möglich war. Der nächste Besuch werden wir aber sicherlich mit unserer Tauchausrüstung machen und die wunderschöne Unterwasserwelt von Nahen bewundern.

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Gesamteindruck

Geologisch sind die Inseln auf der Nahtstelle zwischen der Afrikanischen/Eurasischen und Amerikanischen tektonischen Platten und damit Landschaftlich geprägt von vielen Vulkanen. Die Auswirkungen der großen Erdbeben und Vulkanausbrüche 58/59 und 1998 sind überall an den verfallenen Kirchen und Rissen in den Häusern zu sehen. Am meisten ist und das auf Fajal aufgefallen.

Bei unseren Reisevorbereitung haben wir viel beim Wetter und den Temperaturen eher in kühleren Bereichen gehört. Bei maximalen Temperaturen im Sommer von 24 Grad hatten wir eher die Ausrüstung für Frühling mitgenommen, sind aber positiv überrascht worden. Natürlich haben wir nur 3 Wochen erlebt. Gerade auf Sao Miguel hatten wir aber von den Einheimischen erfahren, dass mit 26 Grad der Winter in diesem Jahr 2016 schon recht kalt und schwül gewesen ist. Normal sind wohl eher 28-32 Grad und man sollte bedenken, dass die Wettermeßstationen auf den Bergen stehen… So haben wir den wärmeren Teil unserer Kleidung unverbraucht wieder mit nach Hause genommen und haben vor Ort die restliche „Hochsommerausrüstung“, wie Sonnencreme und Sonnenschutz, beschafft. In den 3 Wochen haben wir am Ende insgesamt 2 Tage mit Regen erlebt, ein überaus guter Schnitt aus unserer Sicht.

Die Azoren sind ein tolles Erlebnis gewesen. Die Inseln hatten, jede für sich, einen eigenen Charme und sind so vielfältig, dass die 3 Wochen Urlaub wie im Flug vergangen sind. Die Menschen sind immer freundlich und zuvorkommend gewesen. Die Inseln als solche sind noch etwas verträumt und glücklicherweise ist der Massentourismus noch nicht auf den Inseln angekommen. Wer hier ein AlInklusiv-Hotel und Strandurlaub erwartet wird bitter enttäuscht sein. Wer vielfältige Natur, beeindruckende geologische Landschaften und natürliche Menschen kennenlernen will, findet auf den Azoren das ideale Urlaubsziel.

 

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